Tidenkalender :: Allgemein

Ebbe & Flut:
Das Meer steigt und fällt regelmäßig zweimal am Tag. Diese Erscheinung wird Ebbe und Flut genannt. Die Wassermassen benötigen etwa sechs Stunden, um anzusteigen respektive wieder zurück zu fließen.
Dazwischen liegt eine Stunde, in der das Wasser entweder an der Küste (Flut) oder auf hoher See (Ebbe) verweilt. Das Zusammenspiel von Ebbe und Flut nennt sich Tide.

Die Entstehung der Tiden ist im Zusammenspiel von zwei verschiedenen Kräften begründet, die beide auf den Wassermantel der Erde einwirken.

Der Rhythmus der Gezeiten:
Die beiden Flutberge befinden sich nahezu auf einer Linie mit dem Mond. Die Erde dreht sich darunter innerhalb von vierundzwanzig Stunden einmal um ihre Achse.
Für den Abstand zwischen zwei Tiden (Hochwasser bzw. Niedrigwasser) sollte man demnach zwölf Stunden erwarten. Tatsächlich dauert es jedoch rund zwölf Stunden und fünfundzwanzig Minuten.
Die Verzögerung kommt dadurch zustande, dass sich der Mond ebenfalls auf seiner Bahn um die Erde weiterbewegt. In einem Monat muss er sie einmal umrunden. Jeden Tag steht er daher etwa fünfzig Minuten später an der gleichen Stelle.

Der Einfluss der Küste:
Auf offener See beträgt der Tidenhub im Mittel fünfzig Zentimeter. In einigen Küstengebieten kann das Wasser allerdings mehr als zehn Meter hoch steigen. Ebenso kann es beim Rhythmus der Gezeiten zu erheblichen Verzerrungen kommen, je nach Wassertiefe, Küstenform und Wetter.

Hinweis:
Wer über die Segelmöglichkeiten genau Bescheid wissen möchte, kauft sich den jährlich neu herauskommenden Gezeitenkalender für die Deutsche Bucht und deren Flussgebiete. Dort findet er auch die Hochwassertabelle für Cuxhaven, oder er klickt einfach auf Wasserstand oder Gezeiten auf dieser Website an.