Der Verein :: Das Leben im CFC


Die meisten CFC-Segler in Sahlenburg kennen sich seit langen Jahren. Ihre Segler-Kameradschaft endete jedoch fast immer mit der jeweiligen Saison; spätestens im Oktober. Während der sechs oder sieben 'dunklen' Wintermonate sah man sich nicht und erst im Frühjahr traf man sich auf dem Platz wieder, um die Kameradschaft in alter Form aufleben zu lassen. Aber auch im Sommer waren gemeinsame Unternehmungen eher selten.

Die CFC-Gruppe verfügt zur Zeit (leider) über kein eigenes Vereinshaus. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Die Segler treffen sich daher nach jedem Segeln zwanglos auf dem Cat-Platz, meist an der CFC Segler-Bar, um bei einem kühlen Bier zu klönen. Oder man geht bei schlechtem Wetter ins nahegelegene Café am Deich, um bei Kaffee und Kuchen Seemannsgarn zu spinnen.

Geselligkeit und Kameradschaft werden bei der CFC-Gruppe ganz groß geschrieben. Niemand bleibt im Kreise der Segler ein Fremder; auch, wenn er als Feriengast seinen Catamaran oder seine Jolle vielleicht nur für ein paar Tage in Sahlenburg liegen hat.

Die CFC-Freunde sind lebenslustige und fröhliche Gesellen. Es wird viel gelacht und herumgealbert.
Menschen ohne Humor haben bei ihnen schlechte Karten. Sicherlich, der Umgangston unter den CFC-Seglern mag einem Aussenstehenden auf den ersten Blick manchmal rauh erscheinen, aber er ist herzlich und niemals unfreundlich oder verletzend.

Berührungsängste braucht kein Neuer zu haben. Wenn er nicht auf die Segler zugeht, kommen diese schon auf ihn zu. Und wenn er lieber allein bleiben und keinen Kontakt mit den anderen pflegen möchte, so ist auch das kein Problem. Man wird ihn in Ruhe lassen und seinen Wunsch respektieren.
Wen wundert es, dass bei so viel Toleranz aus so mancher zufälligen Begegnung eine Freundschaft wurde.

Ob Schinderhannes, Bim oder Alex, ob Mumpitz, Herrenreiter oder Goose, ob Günni oder TopCat-Klaus oder wie sich die CFC-Caties sonst noch scherzhaft gern rufen, sie alle sind Kameraden im besten Sinne des Wortes und überwiegend erfahrene Segler dazu, die das Revier kennen und Neuankömmlingen viele nützliche Tipps geben können.

Wer in Sahlenburg in der Gemeinschaft der CFC-Segler aufgenommen wird, genießt das Gefühl, nie allein dazustehen. Einer steht für den anderen. Und im Falle, dass einmal jemand in Not gerät, kann er sicher sein, dass ein Segelkamerad in seiner Nähe ist und sofort Kurs auf ihn nimmt, um ihm erforderlichenfalls zu helfen.
Es gibt die belegten Fälle, dass selbst bei sechs Windstärken noch Catamarane herausgesegelt sind, um ein von einer Schlechtwetterfront überraschtes oder vermisstes Boot oder sogar einen hilflos im Wasser treibenden Segler oder Surfer zu suchen und aufzunehmen.

Nur eines können sie nicht ab, die 'rauhen Gesellen von Sahlenburg':
Wenn einer der ihrigen leichtsinnig handelt und entgegen den mahnenden Worten erfahrener Segler und des Schwimmmeisters bei Starkwind oder Gewitterwarnung noch hinaussegelt, wenn er sich rücksichtslos gegenüber Kameraden und Kurgästen verhält oder er gegen geschriebene und ungeschriebene Gesetze verstößt, die in einer Gemeinschaft nun einmal unabdingbar sind, wenn sie funktionieren soll.
Dann wird man mit 'humorvollen, aber bissigen Bemerkungen fertiggemacht'; wie es einmal jemand sehr treffend formuliert hat. Und der Betreffende tut gut daran, die ihm gesagten Worte beim nächsten Mal zu beherzigen.